KI in der UX-Konzeption

Weniger Relaunch-Risiko, mehr Tempo

KI in der UX-Konzeption: Weniger Relaunch-Risiko, mehr TempoKI-generiert
Hannes Haffke

Hannes Haffke

Ein umfassender Website- oder Plattform-Relaunch im B2B- oder auch B2C-Bereich ist eine erhebliche Investition. Dennoch basieren Richtungsentscheidungen in Projekt-Meetings erstaunlich oft auf Bauchgefühl, persönlichen Vorlieben oder der Meinung der am höchsten bezahlten Person im Raum – dem sogenannten „HiPPO-Effekt". Wird an den echten Bedürfnissen der Nutzer:innen vorbeigeplant, verbrennt das nicht nur Budget für Design und Entwicklung, sondern blockiert wertvolle Zeit am Markt.

Bislang standen Projektteams vor einem Dilemma: wochenlange, teure Marktforschung, die Zeit und Ressourcen bindet – oder der schnelle Start auf Basis eigener Annahmen, was einem finanziellen Blindflug gleicht. Wir bei click solutions lösen dieses Spannungsfeld gezielt mit Künstlicher Intelligenz: Sie verkürzt die „Time-to-Insight" drastisch und macht datenbasierte Sicherheit vom zeitraubenden Luxusgut zum schnellen Standard im Konzeptionsprozess.

Inhalt

  1. Die Inhouse-Falle: Warum KI-Tools allein nicht ausreichen
  2. Der KI-gestützte Workflow bei click solutions
  3. Research: Zielgruppen-Profiling mit echter Datentiefe
  4. Testing: Predictive Design vor der technischen Umsetzung
  5. Enger Austausch: Vom Sparring zum schlüsselfertigen Konzept
  6. Fazit: Vorsprung durch faktenbasierte Konzeption

Die Inhouse-Falle: Warum KI-Tools allein nicht ausreichen

In Zeiten frei zugänglicher KI-Tools entsteht in Unternehmen schnell der Eindruck, UX Research ließe sich ab sofort per Knopfdruck intern erledigen. Die Praxis zeigt: Roh-KI ohne spezifische UX-Methodik liefert meist nur generische Oberflächlichkeiten oder schlichte Halluzinationen.

Damit aus Technologie ein echter Wettbewerbsvorteil wird, braucht es Expertise an drei entscheidenden Schnittstellen – genau hier setzen wir an:

  • Der Enterprise- & Methoden-Stack: Freie Consumer-Tools bergen erhebliche Datenschutzrisiken. Wir setzen auf geschlossene, DSGVO-konforme Enterprise-Umgebungen und erprobte Prompt-Frameworks, die verlässliche Ergebnisse garantieren.
  • Spezialisierte Predictive AI: Der Zugriff auf lizenzierte, mit tausenden Eye-Tracking-Studien trainierte Algorithmen ermöglicht visuelle Aufmerksamkeitsanalysen, die Inhouse-Teams softwareseitig meist gar nicht zur Verfügung stehen.
  • Die Übersetzung in die Praxis: Eine KI erkennt lediglich Muster in Datenwüsten. Die Übersetzung dieser Muster in funktionierende Bedienkonzepte, Informationsarchitekturen und tragfähige Design-Entwürfe erfordert tiefes UX-Domänenwissen – das bringen wir als ganzheitlich denkender Partner mit.

Von der Musteranalyse zur Entscheidung

"Reine KI-Tools liefern Muster, aber keine Entscheidungen. Unsere Aufgabe ist es, aus diesen Mustern belastbare Konzepte zu machen, die im Projekt auch wirklich tragen."

Hannes Haffke
UX Concepter

Der KI-gestützte Workflow bei click solutions

Research: Zielgruppen-Profiling mit echter Datentiefe

Statt mit fiktiven Annahmen („Proto-Personas") zu starten, analysieren wir bestehende, anonymisierte Datenquellen – von Support-Tickets über Kund:innenfeedback bis hin zu B2B- oder B2C-Branchenanalysen. Dabei erkennen wir Muster im Kontext:

  • Welche Hürden nennen Einkäufer:innen und Entscheider:innen wiederholt in Nebensätzen?
  • Welche Sprachwelt nutzt die Zielgruppe tatsächlich?
  • Welche impliziten Bedürfnisse verbergen sich hinter Beschwerden?

Das Ergebnis: dynamische Zielgruppensegmente auf Basis statistischer Relevanz. Strategische Fakten liegen damit bereits am zweiten Tag vor – statt erst nach Wochen.

Testing: Predictive Design vor der technischen Umsetzung

Aufwendige Usability-Tests scheitern im Projektalltag häufig am Rekrutierungsaufwand. Mit Predictive AI prüfen wir Designentwürfe bereits vorab datenbasiert:

  • Attention Heatmaps: zeigen präzise, welche Elemente in den ersten 3 bis 5 Sekunden die Aufmerksamkeit binden
  • Focus Maps & Cognitive Load: enthüllen visuelle Schwachstellen und messen die kognitive Belastung komplexer B2B-Interfaces

So identifizieren und korrigieren wir Fehlentwicklungen, bevor eine Zeile Code geschrieben wird – das spart teure Schleifen in der Softwareentwicklung.

Enger Austausch: Vom Sparring zum schlüsselfertigen Konzept

KI ersetzt bei uns keineswegs den menschlichen Dialog – im Gegenteil. Ein valides UX-Konzept entsteht im engen, kontinuierlichen Austausch mit den Projektverantwortlichen. KI übernimmt bei uns die zeitintensive Fleißarbeit als Hochleistungs-Analyst. Dadurch bleibt auf unserer Seite mehr Raum für das, was wirklich zählt: intensives strategisches Sparring, schnelle Iterationen und persönliche Abstimmung.

In diesem partnerschaftlichen Prozess verbinden wir wissenschaftliche Präzision mit menschlicher Empathie zu einem schlüsselfertigen Gesamtergebnis – von der validierten Nutzerführung über das Interface-Design bis zur reibungslosen Übergabe in die Umsetzung.

Fazit: Vorsprung durch faktenbasierte Konzeption

Die Integration von KI in den UX-Prozess verlagert B2B-Produktentscheidungen von Vermutungen hin zu messbaren Daten – ab Tag eins. Das bedeutet maximale Investitionssicherheit, verkürzte Projektlaufzeiten und digitale Produkte, die die echten Bedürfnisse der Zielgruppe punktgenau treffen.

Der Mehrwert entsteht dort, wo menschliche Strategie die Richtung vorgibt und KI die analytische Präzision liefert – genau das ist unser Ansatz bei click solutions.

Bereit für den nächsten Relaunch auf Basis von Fakten statt Bauchgefühl?
Ein unverbindliches Erstgespräch mit unserem UX-Team zeigt, wie KI-gestützte Konzeption für das jeweilige Projekt aussehen kann.
Manuel Haase
Digital Transformation Lead